Transponder für ein ganzes Haus oder Unternehmen bestellt man nur alle paar Jahre, umso leichter erwischt man den falschen Typ. Ein Lesegerät akzeptiert keinen Chip, den es nicht unterstützt, und eine Kiste Anhänger landet in der Schublade. Wir gehen durch, was Sie vorab prüfen sollten. Am Ende finden Sie eine Checkliste, mit der Sie gleich beim ersten Mal richtig bestellen.
Woraus besteht ein RFID-Zutrittskontrollsystem?
Jedes chipbasierte System hat drei Bestandteile:
- Ein Lesegerät an der Tür, am Drehkreuz oder am Zeiterfassungsterminal, das den Chip liest.
- Eine Steuerung mit Software, in der der Administrator die berechtigten Nutzer verwaltet und festlegt, wer wann wohin darf.
- Identifikationsmedien wie Schlüsselanhänger, Karten oder Armbänder, die die Nutzer bei sich tragen.
Wenn Sie für eine bestehende Anlage Transponder nachkaufen, tauschen Sie weder Lesegerät noch Software. Die neuen Anhänger müssen nur zu dem passen, was der Leser unterstützt, anschließend nimmt der Administrator sie ins System auf. Wie die Technik im Inneren funktioniert, erklären wir im Artikel Was ist RFID und wie funktioniert es?
Wie finden Sie heraus, welche Chips Ihr Lesegerät unterstützt?
Der Typ des Lesegeräts ist die wichtigste Angabe für Ihre Bestellung. Sie erfahren ihn auf drei Wegen:
- Dokumentation oder Typenschild des Lesers. Der Hersteller nennt die Frequenz und die unterstützten Chiptypen, etwa EM4100 oder MIFARE.
- Administrator oder Errichter der Anlage. Im Mehrfamilienhaus fragen Sie die Hausverwaltung oder die Firma, die den Eingang installiert hat. Im Unternehmen wenden Sie sich an die IT oder das Facility Management.
- Ein schneller Test mit dem Smartphone. Halten Sie Ihren bisherigen Anhänger an ein Android-Smartphone mit eingeschaltetem NFC. Reagiert das Telefon, arbeitet der Chip mit 13,56 MHz. Reagiert es nicht, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Chip mit 125 kHz.
Beachten Sie: Die gleiche Frequenz reicht nicht aus. Im HF-Bereich gibt es viele Chiptypen, und ein Leser, der für MIFARE DESFire eingerichtet ist, kann einen älteren Classic-Chip ablehnen. Am sichersten ist es, den genauen Typ des Chips zu kennen, den Sie heute verwenden.
Vorsicht auch bei proprietären Formaten. Viele Anlagen arbeiten mit HID Prox, HID iCLASS oder, gerade in Deutschland, Österreich und der Schweiz, mit LEGIC. Diese Systeme nutzen ebenfalls 125 kHz oder 13,56 MHz, aber mit eigenen Formaten, sodass Anhänger mit EM4102 oder MIFARE dort nicht funktionieren. Trägt Ihr Lesegerät ein HID- oder LEGIC-Logo, prüfen Sie vor der Bestellung die Konfiguration. Transponder mit LEGIC-Chip liefern wir auf Anfrage.
Welche Sicherheitsstufe brauchen Sie?
Neben der Frequenz unterscheiden sich Chips vor allem darin, wie gut sie den Zugang schützen. Zur Übersicht teilen wir sie in drei Stufen ein:
| Stufe | Chip | Geeignet für |
|---|---|---|
| Basis | EM4102 (125 kHz) | Spinde, einfache Zeiterfassung, ältere Zutrittsanlagen |
| Mittel | MIFARE Classic 1K (13,56 MHz) | Eingänge von Mehrfamilienhäusern, Fitnessstudios, Vereine |
| Hoch | MIFARE DESFire EV3 (13,56 MHz) | Unternehmen, Lager, Büros mit sensiblen Daten, Behörden |
Ein Chip, der nur eine ID-Nummer trägt, lässt sich nachahmen, und die ursprüngliche Classic-Verschlüsselung gilt unter Fachleuten als geknackt. Schützen Sie ein Lager mit Wertgegenständen oder einen Serverraum, lohnt sich das verschlüsselte DESFire. Für die Haustür der meisten Mehrfamilienhäuser genügt die mittlere Stufe.
Schlüsselanhänger, Karte oder Armband?
Derselbe Chip steckt in unterschiedlichen Gehäusen, und jedes hat seine Stärken:
- Ein Schlüsselanhänger hängt am Schlüsselbund und wird deshalb selten vergessen. Er verträgt einen rauen Umgang und kann ein gedrucktes Logo oder eine gravierte Nummer tragen.
- Eine Karte passt ins Portemonnaie und bietet eine große Druckfläche, etwa für Foto und Namen der Mitarbeitenden. Unternehmen nutzen sie deshalb oft gleichzeitig als Firmenausweis.
- Ein Armband eignet sich für Schwimmbäder und Veranstaltungen, bei denen niemand Taschen hat. Fürs Schwimmbad ist der wasserbeständige Schlüsselanhänger Smart eine praktische Alternative.
Mehrfamilienhaus: Darauf sollten Sie achten
Die Bestellung für ein Haus übernimmt meist die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft. Diese Tipps ersparen Ihnen Ärger:
- Anhänger pro Wohnung. Üblich sind zwei bis vier, je nach Zahl der Bewohner. Rechnen Sie auch Hausmeister, Reinigungskräfte und Handwerker mit ein.
- Eine Reserve. Bestellen Sie etwa 10 bis 20 % mehr. Neue Mieter, verlorene Schlüssel oder ein defekter Anhänger kommen schneller, als man denkt.
- Eine Liste der Nummern. Jeder Chip hat seine eigene ID-Nummer. Notieren Sie, wer welchen Anhänger bekommen hat, und lassen Sie Seriennummern eingravieren, damit Sie die Zuordnung auf einen Blick erkennen.
- Ein verlorener Anhänger. Der Administrator sperrt den verlorenen Chip anhand seiner Nummer im System und gibt einen neuen aus. Anders als bei herkömmlichen Schlüsseln muss kein Schloss getauscht werden.
Unternehmen: ein Chip für Zutritt und Zeiterfassung
Im Unternehmen zahlt es sich aus, wenn ein Chip zugleich die Türen öffnet und die Arbeitszeit erfasst. Ein verschlüsselter MIFARE DESFire EV3 speichert Daten für mehrere Anwendungen und deckt so Zutritt, Zeiterfassung und das Bezahlen in der Kantine ab.
Unternehmen schätzen außerdem die Personalisierung. Ein Name oder eine Personalnummer auf dem Anhänger erleichtert die Verwaltung, Farben unterscheiden Abteilungen oder Besucher. Das Zeiterfassungssystem selbst, also Software und Terminal, kommt von dessen Hersteller. Wir liefern die passenden Transponder dazu.
Fitnessstudios, Schwimmbäder und Vereine
Sportanlagen haben eigene Anforderungen. Die Anhänger werden nass, fallen auf Fliesen und gehen täglich durch Hunderte Hände. Wir empfehlen deshalb:
- einen wasserbeständigen Anhänger, etwa das per Ultraschall verschweißte Modell Smart,
- einen Chip für Drehkreuz und Spind, damit Mitglieder nicht zwei Dinge mitnehmen müssen,
- Farben nach Mitgliedschaft, zum Beispiel für Jahres- und Monatsabos.
Wie viele Anhänger bestellen und wie kennzeichnen?
Unsere Anhänger bestellen Sie einzeln und ohne Mindestmenge, die Lieferung dauert in der Regel 1 bis 3 Wochen. Wenn Sie wachsen wollen, bestellen Sie trotzdem gleich eine Reserve mit, damit die gravierten Nummern eine durchgehende Reihe bilden.
Auf den Anhänger bringen wir:
- ein Logo per Vollfarbdruck,
- eine Seriennummer oder einen QR-Code per Lasergravur, die sich auch bei häufigem Gebrauch nicht abnutzt.
Ihre Vorlage benötigen wir als Vektordatei, etwa EPS, AI oder SVG. Senden Sie sie nach der Bestellung per E-Mail.
Checkliste vor der Bestellung
Bevor Sie die Bestellung abschicken, gehen Sie diese Punkte durch:
- Frequenz des Lesegeräts: 125 kHz oder 13,56 MHz?
- Der genaue Chiptyp, mit einem alten Anhänger zum Vergleich.
- Kein proprietäres Format wie HID Prox, iCLASS oder LEGIC.
- Die benötigte Sicherheitsstufe.
- Medium: Schlüsselanhänger oder Karte?
- Stückzahl inklusive Reserve.
- Logo als Vektordatei und Entscheidung über die Nummerierung.
- Absprache mit dem Administrator, wer die Anhänger ins System einliest.
Häufige Fragen
Funktionieren neue Anhänger mit unserem alten Lesegerät?
Ja, wenn sowohl die Frequenz als auch der Chiptyp übereinstimmen. Am sichersten schicken Sie uns das Modell des Lesers oder Ihren bisherigen Chip, und wir prüfen es für Sie.
Wer nimmt die Anhänger ins Zutrittssystem auf?
Ihr Administrator oder Errichter. Bei einfachen Systemen genügt die Nummer des Chips. Verschlüsselte Chips muss programmieren, wer die Schlüssel besitzt, klären Sie das deshalb vorab.
Was tun, wenn ein Anhänger verloren geht?
Melden Sie es dem Administrator. Er sperrt den verlorenen Chip und aktiviert stattdessen einen neuen, idealerweise aus der Reserve, die Sie griffbereit haben.
Kann ich nur einen oder zwei Anhänger bestellen?
Ja. Es gibt keine Mindestbestellmenge. Bedenken Sie nur, dass auch ein einzelner neuer Anhänger vom Administrator ins System aufgenommen werden muss.
Wir helfen Ihnen bei der Auswahl
Für eine gute Wahl müssen Sie nur Ihr Lesegerät kennen, die Sicherheitsstufe festlegen und mit Reserve bestellen. In unserem Shop finden Sie RFID-Schlüsselanhänger und kontaktlose Karten. Schicken Sie das Modell Ihres Lesegeräts oder ein Foto Ihres bisherigen Chips an sales@qscd.eu, und wir schlagen Ihnen eine passende Lösung vor.
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